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Gemeinsame Information der Fraktionen im Gemeinderat Seefeld:

Zum neuen Bürgerbegehren des Bund Naturschutz und der Bürgerinitiative Eichenallee: "Für eine Klinik außerhalb des Landschaftschutzes" – Das neue Bürgerbegehren ist irreführend und ohne Nutzen!

Die intensive und umfangreiche Standortsuche durch den Gemeinderat hat ergeben, dass für einen Klinikneubau eine Fläche außerhalb eines Landschaftsschutzgebietes in unserem Gemeindegebiet nicht zur Verfügung steht. Auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens – die selbst an diesem Prozess beteiligt waren – können keine Alternativen aufzeigen. Eine nochmalige Standortsuche würde kein anderes Ergebnis bringen.
Behauptet wird:Richtig ist:
"Ausgerechnet das Thema Klinik klammerte man aber in diesem (Anm. d. Red.: Ortsentwicklungsprozess) von Experten begleiteten Bürgerbeteiligungsprozess aus."Zu Beginn des Ortsentwicklungsprozesses im April 2018 stand das Thema Klinik nicht im Fokus, weil sich erst durch den Zukauf der Klinik Schindlbeck durch den Landkreis Starnberg im Januar 2020 und die aktuellen Vorgaben des bayerischen Gesundheitsministeriums die Notwendigkeit ergab, die beiden Kliniken unter einem Dach zusammenzuführen.
"Auch ist völlig unklar, ob der Bau drei, vier oder fünf Stockwerke hoch werden soll."Die Eröffnung der Bauleitplanung steht erst noch zur Diskussion. Darin werden entsprechend den Anforderungen die baulichen Vorgaben festgelegt. Anregungen der Bürger werden dabei geprüft, der Gemeinderat beschließt dann den Bebauungsplan. Aktuell sind Angaben zur Gebäudehöhe unseriöse Spekulationen. Fakt ist, dass heutzutage wegen der internen Logistik und des Brandschutzes eher geringgeschossig geplant wird.
"Des Weiteren wird im Text des Ratsbegehrens noch nicht mal die Größe der zu bebauenden Fläche genannt. Theoretisch kann dann bis zur Eichenallee alles zugebaut werden."Die Ausmaße der betroffenen Fläche werden im Rahmen des Ratsbegehrens genau beschrieben und aufgezeichnet, sie umfasst ca. 25.000 m². Die randständigen Biotope und FFH Gebiete werden selbstverständlich geschont.
"Das ist durchaus eine Gefahr, denn ob die 25.000 qm für ein 200-Betten-Krankenhaus ausreichen, ist fraglich."Die Fachleute für Klinikbauten halten 25.000 m2 für ein 200-Betten-Haus ausreichend. Das wurde mehrfach auf Nachfragen bestätigt. Auf der Fläche sollen auch Grünanlagen und Parks entstehen.
"Das Bürgerbegehren ist daher der einzige Weg, Seefeld zu einer ausgewogenen Entscheidung für die Gesundheitsvorsorge und den Erhalt der Natur zu bringen."Das ist üble Täuschung! Es wurde bereits intensiv und umfänglich nach alternativen Grundstücken gesucht, selbstverständlich auch und vornehmlich außerhalb des Landschaftsschutzgebietes. Nach den Prüfungen durch Fachbehörden und Gesprächen mit den Eigentümern schieden diese jedoch aus unterschiedlichen Gründen für einen Klinikneubau aus. Es gibt somit keine alternativen Standorte außerhalb des Landschaftsschutzes. Wer also für das Bürgerbegehren stimmt, stimmt gegen den Erhalt der medizinischen Grund- und Notversorgung im westlichen Landkreis.

Unsere Demokratie braucht Kompromisse!

Wo Menschen zusammenleben, wie in einer Gemeinde, ist es normal, dass es zu verschiedenen Themenbereichen unterschiedliche Auffassungen und Zielvorstellungen gibt. In einer Demokratie kann sich üblicherweise nicht eine Meinung durchsetzen, das ist nur in einer Diktatur möglich. Es müssen Wege gesucht werden, durch Teilverzichte eine Mehrheit für übereinstimmende Kernanliegen zu finden. So wird der Kompromiss zum Wesensmerkmal der Demokratie.

Der Münchner Moraltheologe Prof. Johannes Gründel sieht das so: "Kompromissbereitschaft ist nicht Schwäche, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung; sie ist eine geforderte und zu übende Grundhaltung oder Tugend." Nur wenn wir aufeinander zugehen können wir bei Konfliktthemen Lösungen erarbeiten – Unduldsamkeit führt zu Lähmung und Stillstand.

Bei der Lösung des Problems "Standort für ein Krankenhaus in Seefeld" haben die verantwortlichen Fraktionen dieser Webseite immer wieder Kompromissbereitschaft in Richtung der Natur- und Landschaftsschützer signalisiert. Deren Sorge um die Brutplätze der Kiebitze unterhalb des Hechendorfer Bahnhofs führte dazu, dass dieses Grundstück 3 einvernehmlich aus der Auswahl genommen wurde, obwohl es von den Fachexperten als gut geeignet für einen Krankenhausneubau eingestuft wurde. Viele Gemeinderäte würden den Krankenhausneubau am liebsten an der Auinger Straße gegenüber dem Technologiepark (Areal 2A) sehen. Da in der Vergangenheit diese Lage bereits ein Streitpunkt war, wurde ebenfalls einhellig darauf verzichtet.

Leider muss festgestellt werden, dass vorrangig die Vertreter des Bundes Naturschutz und der Bürgerinitiative Eichenallee im Gemeinderat jeden Kompromiss ablehnen und die ausgestreckte Hand der anderen Fraktionen zurückweisen. Mit dieser ideologischen Erstarrung können die Aufgaben in unserer Gemeinde nicht gelöst werden!

Trügerische Bilder und Gerüchte

Die Gegner des Krankenhausneubaus setzen auf die Macht der Bilder. In den Internetseiten der Grünen und der Bürgerinitiative Eichenallee werden trügerische Fotos und Montagen eingesetzt, die die tatsächlich geplante Größe und den geplanten Standort falsch wiedergeben.

Beispiel 1:

Die Initiative Eichenallee hat sich offensichtlich ein optisch möglichst abschreckendes Krankenhaus-Gebäude in Niedersachsen ergoogelt, in dem zufällig etwa die gleiche Anzahl von Patientenbetten angeboten wird. Diese Klinik in Northeim ist aber mit der Planung in Seefeld nicht vergleichbar:
  • Die Klinik stammt aus dem Jahr 1955, damals waren die Ansprüche an Optik und Umweltverträglichkeit andere als heute. Das Klinikgebäude in Seefeld wird moderne Standards in Gestaltung und Energieeffizienz erfüllen.
  • Die überbauten Flächen sind nicht vergleichbar. Wie leicht in Google Earth zu messen ist, beträgt bei der Northeimer Klinik allein die komplett für Gebäude, Parkplätze und Verkehrswege versiegelte Fläche mehr als 38.000 qm. In Seefeld wird das gesamte Klinik-Areal zwischen 20.000 und 25.000 qm umfassen, inkl. Grünflächen und Gartenanlage.
  • Die Klinik in Northeim bezeichnet sich selbst als "Klinikum mit überregionaler Bedeutung". Sie umfasst 10 Fachabteilungen und drei Belegabteilungen. In Seefeld wird mit 3 Fachabteilungen und einer Notfallambulanz geplant.
  • Die Klinik in Northeim hat 40% mehr Mitarbeiter und 40% mehr Patienten als die Kliniken Seefeld und Herrsching derzeit zusammen haben.
Moderne, ansprechende Klinikarchitekturen sind zu finden z.B. bei der Waldklinik Eisenberg oder der Schönklinik Bad Arolsen.

Beispiel 2:

Auf der Website der Grünen wurde das Krankenhaus auf eine Fläche montiert, die gar nicht für den Neubau vorgesehen ist, nämlich direkt an der Eichenallee. Hier wurden optisch etwa 25.000 qm komplett zubetoniert und mit einem siebenstöckigen Krankenhaus-Monolithen verunstaltet. Und dann kommt auch noch gleich ein Hubschrauber angeflogen, damit den Betrachtern ein Schauder über den Rücken läuft wegen des möglichen Lärms.

Fakt ist, dass der Klinikneubau auf der Wiesenfläche südöstlich des Friedhofs an der Bahnhofstraße in moderner, ansprechender und energieeffizienter Architektur entstehen soll.

    Weitere Gerüchte und Falschinformationen im Umlauf

    Es gibt noch weitere Gerüchte von Gegnern des Krankenhaus-Neubaus in Seefeld. So ist z.B. folgendes im Internet zu lesen: "In Seefeld soll am Rand der Flur zu Wörthsee ein 200 Betten Großkrankenhaus gebaut werden. Das würde bedeuten, dass etwa 3 Hektar Fläche gerodet und versiegelt werden müssten."

    "Ich bin überzeugt, die Zukunft unserer Demokratie hängt auch von der Unterscheidung und Unterscheidungsbereitschaft zwischen Fakten und Fake News, zwischen Tatsachen und Meinungen ab." (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Eröffnung der Ausstellung "Verschwörungstheorien" im Kloster Dalheim bei Lichtenau, 17.05.2019)

    Eine Auseinandersetzung über das Für und Wider eines Projekts dieser Größenordnung ist wichtig. Aber sie sollte auf der Basis von Fakten ausgetragen werden!

      Leserbrief zur Verträglichkeit des Standortes 2b mit dem FFH-Gebiet

      Leserbrief aus der aus der Süddeutschen Zeitung, Ausgabe Landkreis Starnberg (17. Mai 2021) und dem Starnberger Merkur (22./23./24. Mai 2021).

      Der Leserbrief geht irrtümlicherweise davon aus, dass die Zufahrt eines Klinik-Neubau FFH-Flächen und Biotop-Gebiete durchkreuzt. Richtig ist, dass das vorgesehene Areal (Standort 2b) direkt über die Bahnhofstrasse (sog. Lindenallee) angeschlossen werden könnte. Im Rahmen der Standortsuche des Gemeinderates wurde diese Möglichkeit der Verkehrsanbindung als Vorteil gegenüber der Anbindung anderer Standorte (zum Beispiel 2a oder 2c) angesehen.

      Das Verfahren der Bauleitplanung wird sich auch mit dem Schutz von FFH- und Biotop-Flächen beschäftigen, es gilt in jedem Fall diese Flächen zu schützen.

        Ratsbegehren Seefeld am 27. Juni 2021: Ja zum Neubau Krankenhaus

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